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Sanitäterausbildung in Reyhanli

Eine ausreichende medizinische Versorgung von Kranken und Verletzten in Syrien ist nicht mehr existent. Seit nahezu drei Jahren werden Krankenhäuser gezielt unter Beschuss genommen. Man schätzt, dass 80% aller Krankenhäuser mittlerweile zerstört sind. Die notdürftige Versorgung der Verletzten und die Behandlung der Kranken kann nur in provisorischen Notkrankenhäusern durchgeführt werden. Eine Erstversorgung von Verletzten findet oftmals nicht statt, da es zu wenig Sanitäter gibt. Aufgrund dieser Mangelversorgung erliegen viele Verwundete an Ort und Stelle ihren schweren Verletzungen.
Um dieser katastrophalen Situation entgegen zu wirken, hat der DSV eine sechstägige Weiterbildungsmaßnahme für 35 Sanitäter und Ärzte in Reyhanli an der türkisch-syrischen Grenze organisiert. Schwerpunkte dieser Sanitäterausbildung waren die Erstversorgung von Schwerstverletzten und die Notfallmedizin, insbesondere die Behandlung von Schusswunden. Zwei amerikanische Spezialisten auf dem Gebiet der Kriegsverletzungen, sowie ein österreichischer Arzt fungierten als Ausbilder.