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Rückblick zum zweiten Workshop unserer Reihe zur psychosozialen Beratung im Fluchtkontext

Am 15. und 16. September organisierte unser Verein die zweite Fortbildung unserer Workshop-Reihe „Trauma und Asyl. Psychosoziale Beratung im Fluchtkontext“. In dem zweitägigen Workshop vermittelte unser Referent und Psychologe, Dr. Jasem Al Mansour, die Relevanz des kulturellen Hintergrundwissens für die Arbeit mit geflüchteten und traumatisierten Patienten_innen. Der Referent unterstrich die Wichtigkeit einer gründlichen Vorbereitung auf die Therapie- und Beratungsarbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund. Diese soll u.a. Informationen über das Umfeld der Patienten, familiäre Verhältnisse, Herkunft sowie die Lebensbedingungen und ihre Lebenseinstellung beinhalten.

Im Workshop wurden u.a. folgenden Themen besprochen: Der Umgang mit traumatisierten Patienten aus anderen Kulturkreisen, kultursensible Diagnostikmethoden und Stolpersteine der Kommunikation sowie die Gestaltung einer konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Patienten, Psychotherapeuten bzw. Beratern und Dolmetschern. Die Teilnehmer diskutierten passende Herangehensweisen des interkulturellen Umgangs miteinander und tauschten sich über ihre Kenntnisse aus. Auch sprachen sie dabei über ihre Erfahrung mit Selbsthilfegruppen und nannten Stärken und Schwächen dieser Gruppen in der therapeutischen Arbeit.

Im Workshop bekamen die Teilnehmer einen guten Überblick über die wichtigsten kulturellen Unterschiede im Rahmen der psychosozialen Beratung.

Auch praxisnahe Tipps und Methoden, wie eine interkulturelle Beratung und Therapie positiv gestaltet werden kann, wurden vermittelt.

Der Workshop war auch dieses Mal wieder erfolgreich und sehr gut besucht. Neben Psycholog_innen und Psychotherapeut_innen nahmen auch Sozialpädagog_innen und einige Ehrenamtliche an dem Seminar teil. Wir freuen uns über die sehr positive Resonanz und sind gespannt auf die Fortsetzung!