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Babynahrung für Syrien

Durch die anhaltende, katastrophale Kriegssituation in Syrien und dem damit verbundenen Mangel an Lebensmitteln, sind viele syrische Mütter unterernährt und deshalb nicht in der Lage ihre Säuglinge ausreichend mit Muttermilch zu versorgen.

Die mangelhafte Nahrungsversorgung kann jedoch noch viel schwerwiegendere Folgen als das Versiegen der Muttermilch haben. Aktuellen Forschungen nach, entwickeln sich Kinder unterernährter Mütter weniger schnell und sind aufgrund ihrer kleineren und schwächeren Physiognomie sehr anfällig für Krankheiten. Außerdem wurden bei Kindern unterernährter Mütter häufiger Missbildungen und Beeinträchtigungen der Gehirnentwicklung festgestellt. Darüber hinaus darf der Einfluss von mütterlichem Stress – unzählige syrische Frauen sind durch die andauernden Gräueltaten stark traumatisiert – nicht unbeachtet bleiben, da Stress sich auch negativ auf den Fötus auswirken kann.

Da dem Krieg sehr viele Männer zum Opfer gefallen sind, die zumeist die Hauptversorger der Familien waren, sind nun viele Frauen mit ihren Kindern auf sich alleine gestellt. Genauso haben zahlreiche Neugeborene ihre Mütter verloren. Diese Säuglinge haben kaum Überlebenschancen.

Der DSV kauft daher Babynahrung (Anfangs-und Folgemilch) und sendet große Mengen nach Syrien mit dem Ziel Entwicklungsstörungen infolge von Mangel- und Unterernährung entgegenzuwirken und in dem Versuch die schwächsten und dringend hilfsbedürftigen Kinder zu erreichen und vor dem Tod zu bewahren.

Der DSV sendete dank großzügiger Spender regelmäßig Babynahrung nach Syrien. Ende 2015 stellte der DSV das Babynahrungsprojekt ein.